Veranstaltung BIM Mentoring – Gesprächsrunde im Haus der Architektur, Graz

Mo 13.11.2017

Die ig architektur hat gerufen und es sind doch einige (ca. 35 Personen) gekommen. Es gab keinen Vortrag sondern eine exzellent moderierte Diskussion zwischen Mentor/inn/en und Mentees. Gelernt haben schlussendlich alle.

Was ich persönlich gelernt habe:

  • Die Zeit ist reif. (Einige Büros wagen nun doch den Schritt)
  • BIM wird kommen, aber was bedeutet das? Angst oder Vorfreude.
  • BIM ist nicht nur ein 3D-Programm sondern vielmehr ein Prozess.
  • BIM wird den Planungsablauf und den Projektverlauf ändern. Das Gesamtarbeitsvolumen wird in Richtung Vorentwurf und Entwurf verschoben.
  • Der Architekt wird wieder mehr zum Generalisten, er bekommt mehr Arbeit: Wird diese auch honoriert?
  • Berufe werden sich ändern, neue Berufe werden entstehen (zB. BIM-Vermesser)
  • BIM ist DIE Chance für kleine Büros!!!!!  Kleine Büros sind durch unkompliziertere interne Kommunikation viel schneller BIM-fit, und durch BIM schlagkräftiger als früher.
  • Zuerst wird das Bauwerk virtuell gebaut und dann eine Kopie errichtet. (Im Umkehrschluss ist das Computermodell nun das Original.)
  • Der Architekt / die Architektin als Universalist wird wieder wichtiger werden und nicht nur für die Oberflächen, die geile Gebäudeform und die funktionierenden Grundrisse verantwortlich sein.
  • Die Fließbandarbeiter in dem Architekturplanungsprozess werden ihre Station verlassen dürfen und müssen. DIe Ausschreibungs und Kostenschätzungsabteilung wird von Anfang an eingebunden. Die Konstrukteure sind entweder die Entwerfer oder waren im Entwurf eingebunden. Die Zeichensklaven, die nach jeder Entwurfsentscheidung nächtelang stricheln müssen wird es nicht mehr geben.

Ich bin sehr gespannt, wie die Entwicklung weiter geht und wie die Situation in Österreich in einem Jahr aussieht.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.